Forschungs­daten­management an der Universität Konstanz

Digitale Daten spielen eine immer größere Rolle im Forschungsprozess. Effizient verwaltete Forschungsdaten erleichtern die eigene Forschungsarbeit, sind später besser auffindbar, reproduzierbar und nachnutzbar und  tragen so wesentlich zur Reputation der Forschenden und damit zur Attraktivität des Forschungsstandortes bei. Ein verantwortungsvolles und sachgerechtes Datenmanagement ist für den Schutz dieses wertvollen Gutes daher unabdingbar. Grundsätze zum Forschungsdatenmanagent sind in der am 18.07.2018 verabschiedeten Policy zum Forschungsdatenmanagement der Universität Konstanz niedergelegt. Die Universität Konstanz unterstützt und berät ihre Forschenden dabei, diese umzusetzen.

Was ist Forschungsdatenmanagement?

Unter Forschungsdatenmanagement versteht man systematische Maßnahmen, die eigenen Arbeitsabläufe beim Umgang mit den Daten effizient zu organisieren und dafür geeignete Forschungsdaten langfristig auffindbar, reproduzierbar und nachnutzbar zu halten.

Hierzu zählen unter anderem kollaboratives Arbeiten, persönliche Datenverwaltung- und dokumentation, Backup-Strategien, persistente Identifikation, (Langzeit-)Archivierung sowie Rechtemanagement, Lizenzierung und Publikationsstrategien. Diese Maßnahmen sollten zu Beginn eines Projektes in einem Datenmanagementplan festgehalten werden.


Informationen zum Thema Forschungsdatenmanagement

Mehr Informationen zu diesen Themen erhalten Sie auf der Informationsplattform forschungsdaten.info.


Services und Beratungsangebote der Universität Konstanz

Die Universität Konstanz bietet für ihre Forschenden verschiedene Tools und Beratungsangebote zu einzelnen Aspekten des Forschungsdatenmanagements. Diese sind am Ablauf eines Forschungsprojekts orientiert untenstehend aufgeführt. Sollten Sie eine Information oder einen Service vermissen oder haben Sie sonstige Fragen rund um das Thema Forschungsdatenmanagement, so kontaktieren Sie uns gerne unter fdm.kim@uni-konstanz.de.

Antragstellung und Förderung

Zum Thema Antragstellung und Projektförderung bietet Ihnen der Forschungssupport der Universität Konstanz detaillierte Informationen sowie kompetente Beratung.

Projekt- und Dokumentenmanagement

Die auf der Software Redmine basierende Plattform PROJECTS unterstützt Mitglieder der Universität Konstanz bei der Planung und dem Management ihrer Projekte. Sie kann von jedem Inhaber eines Accounts zur Definition eines eigenen Projektes genutzt werden. Der Beitritt zu einem bestehenden Projekt setzt eine Einladung durch eine/n Projektverantwortliche/n voraus. Sie bietet die Möglichkeit der einfachen Verwaltung von Projektaktivitäten über To-Do-Listen und zuordenbare Zuständigkeiten sowie Erfassungsmöglichkeiten für den Projektfortschritt und eine unkomplizierte Anbindung an das Versionierungstool SVN. PROJECTS kann über diese und andere Module an projektspezifische Gegebenheiten angepasst werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.


Für das Dokumentenmanagement (DMS) steht der zentrale Dienst  Dokumente zur Verfügung. Er basiert auf der Software "Alfresco One", der Enterprise-Version des quelloffenen DMS Alfresco.  Das DMS hilft Ihnen, Ihre Dokumente ortsunabhängig zu verwalten, schnell wiederzufinden und bei Bedarf gemeinsam mit anderen daran zu arbeiten. Sie können diesen Dienst per App auf Ihrem Smartphone nutzen. Mehr Informationen zum DMS finden Sie hier.

Hochleistungsrechnen

Für das wissenschaftliche Rechnen stehen an der Universität Konstanz zentrale Kapazitäten zur Verfügung. Ebenso haben Angehörige der Universität Konstanz Zugang zu den verschiedenen Leistungsklassen des Hoch- und Höchstleistungsrechnens im Rahmen des Dienstes bwHPC.

Versionsverwaltung

Die Uni Konstanz bietet für die Versionsverwaltung Ihrer Projekte einen Subversion-Server an. Die Nutzung dieses Dienstes ermöglicht nicht nur das einfache Management aller Entwicklungsstände, die Ihre Daten erreichen, sondern bietet über den Server auch ortsunabhängig Zugriff auf Ihr Projekt und erleichtert somit die kollaborative Zusammenarbeit im Team. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

 

Datenablage und Datenaustausch

Der Fileserver der Universität Konstanz bietet allen Angehörigen 15 GB Speicherplatz, die für die persönliche Datenablage genutzt werden können. Für Arbeitsgruppen steht Speicherplatz im Umfang von 50 GB pro Gruppe zur Verfügung, welcher bei Bedarf erweitert werden kann. Sowohl die persönlichen Daten als auch die Daten der Arbeitsgruppen werden über den verschlüsselten Backup-Service der Universität Ulm täglich gesichert.

Darüber hinaus bietet der Dienst bwFileStorage allen Angehörigen der baden-württembergischen Universitäten Zugriff auf den zentralen Datenspeicher der Large Scale Data Facility (LSDF) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Registrierung für diesen Dienst erfolgt über das gemeinsame Identitätsmanagement der baden-württembergischen Hochschulen bwIDM , so dass hierfür die Anmeldedaten der Heimatorganisation genutzt werden können.

Für den Austausch vor allem von großen Dateien bietet die Universität Konstanz den Depotservice an. Über diese Service können Angehörige der Universität Dateien bis zu einer Größe von 2 GB hinterlegen oder von externen Partner hinterlegen lassen. Die Dateien sind dann per eindeutiger URL von jedem beliebigen Rechner aus abrufbar.

Der Dienst bwsync&share bietet allen Angehörigen der baden-württembergischen Hochschulen die Möglichkeit ihre Daten (bis zu 25 GB pro Nutzer) zu speichern, zwischen verschiedenen (mobilen) Endgeräten und Benutzern zu synchronisieren und auszutauschen. Auch dieser Dienst ist an bwIDM angeschlossen.

Publikation und Open Access

Für die Veröffentlichung von Forschungsdaten nutzen Sie nach Möglichkeit ein geeignetes disziplinäres Datenarchiv oder Datenrepositorium. Für die Suche nach einem geeigneten Repositorium empfiehlt sich das Registry-Portal re3data. Sollte für Ihren Fachbereich kein geeignetes Repositorium zur Verfügung stehen, können Sie für die Ablage von Forschungsdaten auch Zenodo, das general-purpose Repository des EU-Projekts OpenAIRE, nutzen.

Weitere Informationen zum Thema Open Access finden Sie unter "Wissenschaftliches Publizieren und Open Access" sowie auf der Informationsplattform openaccess.net.