Interaktive Vitrine: Hybride Rekonstruktion eines megarischen Bechers aus Tell Genderes (Syrien)

Für die Bibliotheksdienste im KIM spielt die Verbindung von realen und digitalen Objekten am Ort Bibliothek seit einigen Jahren eine große Rolle, wie z.B. das Projekt "Blended Library" in Kooperation mit der AG Mensch-Computer Interaktion zeigt. So entstand die Idee, die interaktive Vitrine zur öffentlichen Nutzung am künftigen Durchgang in den Buchbereich BG aufzustellen, wo ein Großteil der geisteswissenschaftlichen Bestände ab 2017 wieder seine Heimat finden wird. Drehen Sie die Töpferscheibe, um mehr zu erfahren!

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Historische Vermittlungskompetenz“, welches von der Fakultät für Architektur und Kommunikationsdesign der HTWG Konstanz sowie den Fachbereichen Geschichte & Soziologie und Informatik & Informationswissenschaft der Universität Konstanz durchgeführt wird, entstand im Jahre 2015 die Ausstellung „Tell Genderes – 20 Meter Menschheitsgeschichte“. Die Studierenden präsentierten Ergebnisse der archäologischen Ausgrabung der antiken Ortschaft Genderes, die im heutigen Nordwesten Syriens liegt. Er wurde in den letzten Jahrzehnten in mehreren Ausgrabungskampagnen von Archäologen aus Konstanz und Syrien untersucht. Dabei wurde das kulturelle Erbe Syriens Schritt für Schritt freigelegt. Frühere Bewohner des Ortes haben mit ihren Hinterlassenschaften Schicht um Schicht den Hügel geformt und so wuchs Genderes immer weiter in die Höhe – der heutige Hügel (arabisch tell) bildet 20 Meter Menschheitsgeschichte ab.

Mehrheitlich sind einzelne Keramikscherben im syrischen Genderes ausgegraben worden, deren ursprüngliche Form leider nicht vollständig erhalten ist. Diese Installation zeigt dem Betrachter ca. 2000 Jahre alte Scherben von megarischen Bechern aus dem Ort Tell Genderes, welche durch eine Projektion eines virtuellen Gegenstücks erweitert werden. Es entsteht ein hybrides Gesamtkonstrukt – halb virtuell, halb real. Zusätzlich werden Themen wie Produktionsprozesse, Handel, Verwendung und der letztendliche Fund grafisch wie auch textuell durch Projektion auf die Vitrinenscheibe vermittelt. Die Interaktion mit dem Exponat erfolgt durch das Drehen der Drehscheibe, welche unmittelbar unter der Vitrine angebracht ist.

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