Viele Computer sind nicht ausreichend gegen geschützt. Kriminelle versuchen in Systeme einzudringen und diese zu übernehmen. Schadprogramme steuern Computer aus der Ferne, spähen sie aus, oder übernehmen die Kontrolle über die Daten. So droht Kontroll- und Datenverlust.

Absoluten Schutz gibt es nicht

Schadprogramme entwickeln sich stetig weiter und nutzen immer neue Sicherheitslücken, für die u.U. noch keine Schutzmechanismen existieren (Zero Day Exploits). Einen absoluten Schutz dagegen gibt es leider nicht. Dennoch gibt es einfache Möglichkeiten mit denen man die Risiken minimieren kann.

Gebote zur IT-System-Sicherheit

Mit den folgenden Geboten machen Sie es Angreifern schwerer, in Ihr System einzudringen:

  • Installieren Sie regelmäßig – idealerweise automatisch - von den jeweiligen Herstellern bereitgestellte Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und die von Ihnen installierten Programme, insbesondere Ihrem Browser.
  • Setzen Sie ein Schutzprogramm gegen Schadsoftware ein und lassen Sie dieses sich automatisch aktualisieren. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Sicherheitsstatus Ihres Computers ("scannen" nach Schadsoftware).
  • Verwenden Sie eine Personal Firewall. (Unerwünschte Zugriffe von außen blockiert die seit Windows XP SP2 integrierte Firewall zuverlässig. Eine externe Personal Firewall bietet unter Umständen zusätzliche Angriffsfläche.)
  • Nutzerkonten sollten Zugriffsrechte auf Daten und Funktionen nur in dem Umfang zugewiesen bekommen, wie sie im aktuellen Kontext zur Durchführung einer Aufgaben benötigt werden. Arbeiten Sie daher grundsätzlich unter Nutzerkonten mit eingeschränkten Berechtigungen. (Dies ist bspw. ab Windows 7 und Mac OS X Standard. Erfordert eine Installation oder ein anderer systemrelevanter Vorgang erweiterte Rechte, öffnet sich ein Dialog, der eine Bestätigung erwartet.)
  • Deinstallieren Sie nicht benötigte Programme, denn je weniger Anwendungen Sie nutzen, desto kleiner ist die Angriffsfläche Ihres gesamten Systems. Schalten Sie Kommunikationsschnittstellen (wie etwa W-LAN und Bluetooth) nur dann temporär ein, solange sie benötigt werden.
  • Erstellen Sie regelmäßig - am Besten automatisch - Sicherheitskopien (engl. Backups) Ihrer Daten, um vor Verlust geschützt zu sein. Hierzu sollten Sie externe Datenträger nutzen, die nicht dauerhaft mit dem System verbunden sind.
  • Schützen Sie externe Datenträger vor Diebstahl und Verlust, z.B. in dem Sie sich verschlossen aufbewahren und/oder den darauf befindlichen Datenbestand verschlüsseln.
  • Achten Sie auf die richtige Gestaltung und Verwendung von Passwörtern. Geben sie niemals weiter und notieren sie nicht an offen einsehbaren Stellen. Verwenden Sie für unterschiedliche Zwecke auch unterschiedliche Passworte.
  • Sperren Sie Ihren Computer und verschließen als Letzter Ihr Büro, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, auch, wenn es sich nur um eine kurze Abwesenheit handelt. Zum Entsperren muss die Eingabe des Passwortes erforderlich sein.
  • Seien Sie misstrauisch, etwa bei Links oder Dateianhängen, die Ihnen per E-Mail gesendet wurden. Beziehen Sie Software nur aus seriösen Quellen. Verbinden Sie keine privaten, fremden oder gar herrenlosen Datenträger mit Ihrem Computer, bevor nicht die Freiheit von Schadsoftware bestätigt wurde. Führen Sie nur diejenigen aktiven Inhalte (Flash, Java, Word-/Excel-Makros, JScript, VBScript, ActiveX ...) aus seriösen Quellen aus, denen Sie vertrauen.
  • Verwenden Sie beim Übertragen von sensiblen Daten nur verschlüsselte Verbindungen. In Ihrem Browserfenster erkennen sie dies an an dem kleinen Schloss-Symbol, und daran, dass die Adresse mit "https://" beginnt.

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